Schneekanonen laufen auf Hochtouren

In vielen Wintersportgebieten werden in diesen Tagen die Skipisten künstlich eingeschneit. Dies sei besonders zum Anfang der Saison nötig.

In vielen Wintersportgebieten werden in diesen Tagen die Skipisten künstlich eingeschneit. Auch in Engelberg und Sörenberg hat man bereits damit begonnen. Denn: Auf den Hauptpisten muss eine gute Unterlagen geschaffen werden. Ohne die Beschneiung am Anfang wäre der Schneesport nicht mehr rentabel, sagt Peter Reinle, Marketingchef der Titlis-Bahnen. «Kunstschnee ist die bessere Unterlage als Naturschnee», sagt er zur Agentur Keystone-SDA. Er sei kompakter. Doch auch zum Fahren sei der technisch erzeugte Schnee heute viel besser als früher, sagt Reinle.

«Gäste haben höhere Ansprüche»

Die Beschneiung ist auch aus einem anderen Grund zentral, sagt Theo Schnider, Verwaltungsratspräsident der Bergbahnen Sörenberg. Man müsse früh und schnell anfangen zu beschneien, weil die Gäste zum Saisonauftakt optimale Pistenverhältnisse erwartet. Da nütze es nichts, wenn erst im März beste Schneeverhältnisse herrschen. Reinle verweist zudem auf die gestiegenen Ansprüche: Der Skifahrer will heute Schneegarantie und erwartet, dass es auf der Piste keine Steine hat.

Fünf Millionen Franken in Ausbau investiert

Auf die Beschneiung kann nach Ansicht der Engelberger Touristiker aus wirtschaftlichen Gründen nicht verzichtet werden. «Wir machen das richtig mit, oder der Schneesport hat keine Zukunft», sagt Reinle. Das Skigebiet hat deshalb in den letzten Jahren fünf Millionen Franken in die technische Beschneiung investiert und diese massiv ausgebaut.

Grund: Heute steht für die Beschneiung weniger Zeit zur Verfügung. Weil es mehr warme Tage gibt, sind die Zeitfenster mit den für den Kunstschnee nötigen kalten Temperaturen kürzer geworden. Hinzu kommt, dass es vor 30 Jahren auf 1000 Metern Höhe mehr geschneit hat als heute, sagt Reinle. Schon Ende Dezember werden die ersten Beschneiungsanlagen abgebaut, sagt Reinle. Im Januar komme der Naturschnee, es brauche nur noch Ergänzungen.

Das Skigebiet erstreckt sich von Engelberg auf 1050 Meter bis zum Kleinen Titlis auf 3030 Meter und hat 82 Pistenkilometer. 50 bis 60 Prozent davon werden technisch beschneit. Dafür stehen 210 Maschinen zur Verfügung. Das Wasser dafür liefert der Trübsee.

In Sörenberg stammt das Wasser hingegen aus einem künstlichen und dem natürlichen Eisee. Die Seen werden nächstes Jahr verbunden, um die Wasserversorgung zu sichern. Zum Glück habe es vor Saisonstart ausgiebig geregnet, sagt Schnider. Denn: Das Wasser wird auch für fünf Bergrestaurants gebraucht.

In Sörenberg gibts 126 Beschneiungsanlagen. Die Bergbahnen investieren in neue Technologien um effizienter zu schneien. Denn die beschneite Fläche kann nicht ausgedehnt werden wegen des Moorschutzes: Dort werden keine grünen Flächen beschneit. Künstlicher Schnee wird auf der Hälfte der rund 60 Pistenkilometer eingesetzt. Erstmals beschneit wird in dieser Saison die Strecke von der Bergstation des Brienzer Rothorns bis ins Tal.

14.12.2018

Advent, Advent, dein Handy brennt! Erst die Antenne, dann die Tasten und zum Schluss der ganze Kasten!

Zeit, an diejenigen zu denken, die für jeden Brotkrümel dankbar sind.