Schüür hofft auf getrennte Konzerträume

Die Schüür will die Veranstaltungsräume trennen. Die Vision: Ein zweiter Eingang via Schüür-Garten. Der Garten soll aber bleiben wie er ist, denn er sei heilig.

Gross feiert die Schüür derzeit ihr 25-Jahr-Jubiläum: Mit zahlreichen Konzerten lässt es das Luzerner Konzerthaus krachen. Zudem konnte es den Ende Jahr auslaufenden Vertrag mit der Stadt Luzern um zehn Jahre verlängern, wie die «Luzerner Zeitung» berichtet.

Gleichzeitig blicken die Verantwortlichen nach vorn: «Unsere Vision ist es, den Saal im ersten Stock vom Parterre komplett zu trennen», sagt Schüür-Leiter Marco Liembd. «Die jetzige Situation ist nicht ideal, um gleichzeitig im Saal und im Parterre eine Veranstaltungen durchzuführen.» Dies, weil es keine separaten Toiletten für die Räume gibt. Ein Beispiel: «Wenn wir im Saal gratis ein Fussballspiel auf Grossleinwand zeigen und im Parterre ein Konzert stattfindet, müssen die Fussballfans durch den Bereich, für den man Eintritt zahlen müsste.» Zudem müssten Besucher auch dort auf die Toiletten.

«Wir haben keinen Pausenraum für die Mitarbeiter»

Deshalb wünschen sich die Schüür-Verantwortlichen einen zweiten Zugang via Schüür-Garten sowie ein separates WC sowie Garderoben. «Dazu wäre ein Ausbau nötig», sagt Liembd. Gleichzeitig liebäugelt man auch mit einer Verbesserung für die neun Festangestellten und die 50 Mitarbeiter im Stundenlohn: «Wir haben keinen Pausenraum für unsere Leute. Es könnte auch noch Raum für weitere Arbeitsplätze geschaffen werden.»

Der Garten, der bei vielen Besuchern sehr beliebt ist, soll dabei aber nicht verkleinert werden: «Der Garten ist heilig. Das ist eine der Pulsadern der Schüür.» Der Umbau hätte die Dimensionen der heutigen Unterstände. Wenn die Vision Realität würde, wären «in Zukunft getrennte Veranstaltungen im Saal, im Parterre und im Garten möglich.» Dies sei für das künftige Überleben der Schüür wichtig.

Stadt reagiert positiv

Ob und wann der Ausbau Realität wird, ist noch unklar. Die Schüür hat ihre Vision bei der Stadt deponiert. «Wir stehen den Anliegen positiv gegenüber und prüfen nun, was realistisch und machbar ist», sagt Judith Christen von der Dienstabteilung Kultur zur «LZ». Es leuchtet ein, dass die Schüür die beiden Ebenen separat bespielen will. «Deshalb klären wir nun ab, wie und zu welchem Preis sich der Betrieb am besten weiterentwickeln kann und soll.»

Quelle: 20Minuten

12.10.2017

ZST Zentralschweizer Tafelrunde

Bild ZST Zentralschweizer Tafelrunde