Stadt Luzern mit grossem Überschuss

Stadt Luzern

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Foto Joseph Birrer

Bereits zum vierten Mal in Folge kann die Stadt Luzern auf eine positive Jahresbilanz zurückblicken. Ein Plus von etwas mehr als 18 Millionen Franken, das ist mehr als doppelt so viel wie erwartet, wurde erwirtschaftet.

Zum Beginn des Jahres 2017 budgetierte die Stadt Luzern noch vorsichtig ein Plus für 2018 von 7,8 Millionen Franken. Wie die Stadt am Dienstag, dem 24. April 2018 mitteilen liess, fiel das Plus unerwartet deutlich höher aus: Ganze 18,7 Millionen Franken sind als Überschuss in der Kasse gelandet, also 11 Millionen Franken mehr, als erwartet. Es ist bereits das vierte positive Ergebnis hintereinander.

Die Gründe für das durchaus erfreuliche Ergebnis sind vielfältig. Einige Projekte, darunter beispielsweise Strassensanierungen, wurden verschoben und sind somit nicht in den Abrechnungen zu finden. Zahlreiche andere Projekte konnten hingegen 2017 realisiert werden, darunter das Gesamtprojekt Kleinstadt oder ein Investitionsbeitrag von drei Millionen Franken für den Gletschergarten. Rund acht Millionen Franken konnten darüber hinaus aus Erbschafts- sowie den Grundstückgewinnsteuern gewonnen werden. Der Nettoaufwand für Gemeindeaufgaben ist insgesamt um sechseinhalb Millionen Franken tiefer als budgetiert ausgefallen. Eine Auflösung von Rückstellungen für die Pensionskasse und Personal von 2,6 Millionen Franken trägt ebenfalls zum Ergebnis bei. Das positive Ergebnis wirkt sich auch auf die Pro-Kopf-Verschuldung aus. Diese liegt mit 1046 Franken dreimal niedriger als noch im Jahr 2013. Der Selbstfinanzierungsgrad der Stadt Luzern erreicht einen Wert von 187,9 %.

Vorsicht ist geboten

Bei all den guten Nachrichten sollte mit Jubel jedoch sorgsam dosiert umgegangen werden. Die Steuereinnahmen durch natürliche Personen sind im vergangenen Jahr und im Vergleich zum Vorjahresergebnis um zehn Millionen Franken gesunken. Dies, weil einerseits die Bevölkerung langsamer wächst und andererseits die Reallöhne nur langsam ansteigen. Für die nächste Zeit stehen nun weitere grosse Projekte an, wie beispielsweise der Ausbau von zwei Schulhäusern oder die Sanierung der Gehwege, um diese behindertengerecht zu gestalten. Besonders im sozialen Bereich und im Hinblick auf die finanzielle Lage des Kantons sind die Kosten nur schwer kalkulierbar, weswegen der Überschuss mit Vorsicht genossen werden sollte.

25.4.2018

Frühling in der Zentralschweiz

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Bild ZST Zentralschweizer Tafelrunde