Steuererhöhung im Kanton Luzern nicht ausgeschlossen

Der Kanton Luzern muss noch mehr tun, um die Finanzen wieder ins Lot zu bringen. Nicht zuletzt, weil kürzlich bekannt wurde, dass er weniger Geld aus dem Nationalen Finanzausgleich erhält. Nun fasst die Regierung auch eine allgemeine Steuererhöhung ins Auge.

Der finanzielle Handlungsbedarf des Kantons Luzern habe sich durch den Einbruch der Erträge aus dem Finanzausgleich des Bundes (NFA) noch einmal vergrössert. Das schreibt die Luzerner Regierung in ihrer Mitteilung vom Dienstag. Für den Ausgleich des Haushalts fehlten bis 2019 noch rund 280 Millionen Franken.

Der Regierungsrat werde die Massnahmen, die im Konsolidierungsprogramm 2017 geplant seien, beibehalten. Gleichzeitig befasse er sich mit dem Szenario, dass die verbleibende Lücke mit einer Erhöhung des Steuerfusses geschlossen werden müsse.

Nicht nur Firmen belasten

Mit einer Erhöhung des Steuerfusses würden Privatpersonen und Firmen gleichermassen beteiligt, wobei die Belastung der einzelnen Steuerpflichtigen moderat bliebe, schreibt die Regierung weiter.

Sie lehnt eine einseitige oder gar zusätzliche Belastung von Firmen ab. Eine solche fordert eine kantonale Volksinitiative der SP.

12.7.2016

ZST Zentralschweizer Tafelrunde

Bild ZST Zentralschweizer Tafelrunde