Studenten der Uni Luzern finden mit Handy freien Platz

Uni Luzern freie Plätze

Uni Luzern freie Plätze

Bild ZVG ZHB

Damit Studenten der Uni Luzern während der Prüfungszeit keine wertvolle Zeit mehr verlieren, gibt es jetzt einen Navigator, der in Echtzeit freie Arbeitsplätze anzeigt.

Die Bibliothek im Uni-Gebäude in Luzern ist besonders während den Vorbereitungen zu den Prüfungen sehr gefragt. Bisher beanspruchte die Suche nach einem freien Arbeitsplatz viel Zeit. Auf Wunsch der Studenten nach Arbeitsplätzen hat die Zentral- und Hochschulbibliothek (ZHB) nun gehandelt: In einer Testphase, die bis am 16. Juli läuft, kann der sogenannte «Seat Navigator» im Eulensaal getestet werden. Wie es anschliessend weitergeht, ist noch offen, wie Benjamin Flämig, Abteilungsleiter Informatik von der ZHB, sagt: «Das wird vom Feedback der Studenten abhängen.»

Bei Rot sind die Plätze besetzt

Und so funktioniert die Übersicht über die freien Arbeitsplätze: Studenten können sich beispielsweise von zu Hause aus über die Webseite der Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern informieren, ob einer der 96 Arbeitsplätze frei ist. Sind die Plätze rot markiert, sind sie besetzt. Freie Plätze sind grün eingefärbt. Um die Plätze zu erfassen, wurden unter den Tischen Sensoren befestigt, die darauf reagieren, wenn ein Student Platz auf dem Stuhl genommen hat. Verlässt er den Arbeitsplatz, wird der Platz als frei angezeigt.

Längere Abwesenheiten sollen markiert werden können

Genau hier muss noch nachgebessert werden. Die ZHB versucht die Sensoren so einzustellen, dass noch während fünf bis zehn Minuten der Arbeitsplatz als besetzt angezeigt wird, etwa für eine kurze Pause der Studenten. In diesem Bereich gibt es auch am meisten Kommentare in der Umfrage der Uni. Geht es nach der Idee von Flämig, soll künftig ein Pausenknopf entwickelt werden, der von den Studenten beispielsweise auf eine Stunde Abwesenheit eingestellt werden kann, etwa für eine Mittagspause. Dieser soll den anderen Studenten in gelb sichtbar machen, dass der Platz nur für eine bestimmte Zeit verlassen wurde.

Sensoren sind Swiss Made

«Die Sensoren wurden vom Luzerner Start-up Thingdust entwickelt», sagt Flämig weiter. Produziert werden die Sensoren im Kanton Thurgau. Sie übertragen die Daten kabellos und im Vergleich zu WLAN- und Mobilfunknetzen mit dem wesentlich strahlungsärmeren Low-Power-Network der Swisscom. Aus Deutschland stammt das Rauminformationssystem. Ganz wichtig ist, dass keine Daten über die Studenten gesammelt werden.

Weiterer Ausbau des Systems ist möglich

Wenn die Feedbacks der Studenten zum Seat Navigator positiv ausfallen, wird beurteilt, ob das System auf den ganzen Bibliotheksstandort oder möglicherweise auf den ganzen Campus ausgedehnt werden soll. Für ein erstes Fazit ist es noch zu früh. Aber erste Rückmeldungen sollen positiv ausfallen.

Michi End (22) etwa begrüsst das neue Angebot. Sevil Özkarakas (28) sagt: «Ich würde mich sehr freuen, wenn das fortschrittliche System auch in anderen Bibliotheken eingeführt würde.» Früher hat Granit Sermaxhaj (25) oft viel Zeit verschwendet, wenn er auf der Suche nach einem Arbeitsplatz war. Heute könne er dies bequem via Laptop oder Handy erledigen.

Quelle: 20Minuten

25.5.2018

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