Totalliquidation bei Schild Luzern

Bald erfährt ein grosses Warenhaus an bester Lage in der Altstadt eine neue Nutzung: Schild verlässt das Balthasar-Haus an der Kramgasse. Ein Nachfolger steht offenbar bereit.

Immer im Advent war das Warenhaus an der Kramgasse in Luzern als riesiger Adventskalender dekoriert. In diesem Dezember nicht. Dafür prangen in den Schaufenstern grosse Plakate, auf denen geschrieben steht: «Totalliquidation».

Verkauf bis im Februar

Viele Jahre war dort das Luzerner Traditions-Modehaus Schild eingemietet. Auf total fünf Geschossen bot es dort Kleider an. Doch im nächsten Februar ist Schluss, wie es auf Anfrage heisst.

Standort in der Altstadt wird aufgegeben

Dass die Marke Schild verschwindet, ist bereits seit Frühling 2017 bekannt: Die Migros-Tochter Globus überführte die Marke Schild in Globus. Die ehemalige Schild-Filiale am Falkenplatz in der Luzerner Altstadt ist bereits ein Globus-Kleiderladen. Nicht bekannt war jedoch, dass Globus den Standort an der Kramgasse aufgibt.

Globus bestätigt Schliessung

Nun bestätigt Globus-Sprecherin Marcela Palek, dass im Februar Schluss ist: «Die Schild-Filiale an der Kramgasse hat am 2. Februar 2019 den letzten Verkaufstag.»

Globus will nicht drei Filialen in Luzern

Als Grund gibt Globus an: «Die Überprüfung der nahe an der Globus-Filiale am Falkenplatz gelegenen Schild-Filiale Kramgasse hat ergeben, dass das Einzugsgebiet für drei Globus-Filialen am Standort Luzern zu klein ist. Leider ist somit die Schliessung des Schild Kramgasse unvermeidlich.» Somit betreibt Gobus in Luzern künftig das Warenhaus an der Pilatusstrasse und das Globus Modefachgeschäft am Falkenplatz.

Quelle: 20Minuten

7.12.2018

Luzerner demonstrierten für das Schild-Haus

Interessanter Aspekt zur Geschichte des Hauses an der Kramgasse 2, genannt Balthasar-Haus: Als es 1959 abgerissen werden sollte, um einem Glas-Beton-Bau zu weichen, gabs 1960 eine Jugend-Demo, die sich gegen den Plan wehrte. Mit einem Fackelzug zogen Jugendliche durch die Altstadt, um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen. Auch die Denkmalpflege war nicht begeistert vom geplanten Abriss. Durch politische Verhandlungen wurde schliesslich erreicht, dass das anliegende Haus dazugekauft werden konnte, um die beiden Nachbarhäuser zu vereinen; so verfügte das geplante Geschäftshaus über mehr Platz. Und vor allem einigte man sich, wenigstens die Riegelfassade des Gebäudes zu rekonstruieren. Im Innern ist aber seit dem Umbau nichts mehr wie so, als das Gebäude um 1658 errichtet wurde. Das Haus übrigens steht nicht unter Denkmalschutz.

Quelle: Buch «Luzerner Altstadt» 1978, herausgegeben vom QV Altstadt

Advent, Advent, dein Handy brennt! Erst die Antenne, dann die Tasten und zum Schluss der ganze Kasten!

Zeit, an diejenigen zu denken, die für jeden Brotkrümel dankbar sind.