VBL kämpfen mit Werbefilmen gegen Güsel in den Bussen

Jeden Monat entfernen die VBL eineinhalb Tonnen Güsel aus ihren Bussen. Neue Werbefilme zeigen nun, wie man sich als Passagier im ÖV richtig verhält.

Essen und Trinken ist in den Bussen der VBL verboten – daran halten sich aber bei weitem nicht alle Fahrgäste. Davon zeugen etwa die 18 Tonnen Güsel, welche pro Jahr aus den Bussen entfernt werden müssen.

Nun schicken die VBL kleine Wesen los, die die Fahrgäste zu rücksichtsvollem Verhalten anhalten sollen. Mönsterli heissen die lustigen Comics-Figuren, die in den neuen VBL-Spots auf den Screens in den Bussen und seit einigen Tagen auch auf Youtube zu sehen sind. In einem der Clips weisen die Mönsterli die Passagiere darauf hin, im Bus nicht zu essen. Zudem wird darauf aufmerksam gemacht, die Sitzplätze nicht mit Schuhen zu beschmutzen, wie man Kinderwagen oder Gepäck richtig platziert, wie Senioren sicher fahren oder dass man sich im Bus festhalten soll.

«Kebab-Geruch hält sich lange im Bus»

«Wir haben die neuen Filme gemacht, weil die alten Spots schon sechs Jahre alt waren, da stumpft man langsam ab. Mit den neuen Clips möchten wir erneut an gegenseitige Rücksichtsnahme im Bus appellieren», sagt VBL-Sprecher Christian Bertschi. Es sei durchaus zumutbar, dass die Gäste im Bus nicht essen sollen: «Im Gegensatz zu den SBB sind unsere Passagiere in der Regel nur wenige Minuten mit uns unterwegs.» Niemand möchte schliesslich auf einem Sitz mit Brotkrümmeln Platz nehmen oder in einem Bus mitfahren, in den es wie in einem Kebab-Stand riecht. Es dauere Stunden, bis sich Essens-Geruch aus den Bussen verflüchtige. «Zudem möchten wir nicht, dass die Sitzpolster mit Cola oder Bier befleckt werden.»

«Fahrgäste sollen sich ertappt fühlen»

In der jüngsten VBL-Kundenzeitung steht, dass es immer wieder Reklamationen von Fahrgästen gibt, die sich über essende Mitpassagiere ärgern würden. Brigitte Herzog, Leiterin Marketing bei den VBL: «Wir möchten mit den Filmen an jeden einzelnen Fahrgast appellieren, sich so zu verhalten, dass er niemanden stört oder behindert. Die Fahrgäste sollen sich angesprochen und vielleicht sogar ertappt fühlen, aber gleichzeitig auch über den Spot schmunzeln können.»

Gebüsst wird bei den VBL laut Sprecher Bertschi niemand, auch wenn er im Bus trotz Verbot isst oder trinkt. «Aber unsere Chauffeure haben die Möglichkeit, solche Gäste per Durchsage darauf hinzuweisen, das Essen zu unterlassen.»

Quelle: 20Minuten

9.6.2017

ZST Zentralschweizer Tafelrunde

Bild ZST Zentralschweizer Tafelrunde