Verband «Luzerner Unternehmen» kritisiert kantonale Steuerstrategie

Verband Luzerner Unternehmen

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Verband «Luzerner Unternehmen» lud am 11. April 2018 zur kritischen Fragerunde im Sinnlicht an der Industriestrasse 15 in Luzern ein. Bild ZVG Verband Luzerner Unternehmen

Der junge Verband «Luzerner Unternehmen», lud vor einer Woche den neuen Wirtschaftsförderer des Kantons Luzern in die Räume der Sinnlicht AG in Luzern ein. Kritische Fragen wurden gestellt. Wissen wollte der Verband vor allem, was die Aktivitäten der Wirtschaftsförderung den Kleinunternehmern bringe.

Braucht es denn überhaupt Wirtschaftsförderung? Dies wollte Luzerns jüngste Unternehmervereinigung «Luzerner Unternehmen» am 11. April 2018 vom neuen Wirtschaftsförderer des Kantons, Ivan Buck, wissen. Der Verband, 2016 gegründet, vereinigt vor allem Klein- und Kleinstunternehmen im Raum Luzern und erfreut sich mit seinen bis jetzt rund 130 Mitgliedern eines hohen Zuspruchs.

«Wir wollen zukünftig dynamischer und jugendlicher wirken»

In seinem Referat über die Arbeit der Wirtschaftsförderung konnte der Marketingprofi Ivan Buck mit dem bisher erreichten punkten und dennoch aufzeigen, dass es noch Luft nach oben gibt. Priorität hat etwa die Verkehrsanbindung, natürlich der Steuerfuss und als dritter Punkt müssen die qualifizierten Arbeitskräfte verfügbar sein. Steuern sind nicht nur bei Unternehmern Reizworte. Aber die Firmensteuern waren natürlich bei den Anwesenden ein zentrales Thema. Nicht etwa, wie man meinen könnte, wegen explizit zu hohen Steuern. Andre Egli der Präsident von Luzerner Unternehmen monierte etwa «Im Kanton Luzern wird Standortattraktivität viel zu stark über Steuern definiert». Es könne nicht sein, dass der Bürger dafür die Zeche zahlen müsse.

Allgemein haben sich die Anwesenden kritisch zu den tiefen Unternehmenssteuern geäussert. So wurde gesagt, dass die Kantonale Steuerstrategie den Klein- und Kleinstunternehmen nichts nutze, diese jedoch unter den fehlenden finanziellen Mittel des Kantons Luzern leiden.

Arbeitsplätze schaffen, Steuereinnahmen generieren und das Image des Kantons verbessern

Gut klang wohl, in den Ohren der Anwesenden, für die Kleinunternehmer da sein zu wollen. Seine Türen würden allen Unternehmern des Kantons offenstehen. Die Wirtschaftsförderung hat also mehrere zehntausend potentielle Kunden. Da man nicht immer, aber oft, mit wenig Aufwand Lösungen vorantreiben kann, sei es mit Ratschlägen oder als Türöffner fungierend zwischen Behörden oder anderen Markteilnehmer, lädt Ivan Buck alle dazu ein, sich bei Problemen zu melden. Weiter informierte Buck über Unterstützung im Bereich Finanzen, der Innovationsförderung und der Arbeit in der Start Up Förderung die die Wirtschaftsförderung betreibt.

Neues erfahren?

André Egli, der Präsident des Verbands «Luzerner Unternehmen» sagte im Anschluss: «Rund ein Drittel des Erzählten war für mich neu.» Es sei gerade auch für Kleinunternehmer wichtig zu wissen, dass man auf offene Ohren stösst. Auch SP-Kantonsrat Jörg Meyer war als Verbandsmitglied anwesend. «Die Wirtschaftsförderung hat ganz klar das Image, vor allem für Grossunternehmen da zu sein. Für Meyer ist jedoch klar, dass es die Wirtschaftsförderung auch in Zukunft braucht. Vielleicht mit einem frischeren Auftritt. «Wir müssen dem neuen Direktor jetzt erst mal ein bisschen Zeit geben, bevor wir uns ein klares Urteil bilden können», sagte er.

Versöhnlich, nach der fast eineinhalb Stunden dauernden Veranstaltung mit durchaus kritischen Fragen, konnten mit einem offenen Ivan Buck, bei einem Glas Wein, bilaterale Gespräche geführt werden.

18.4.2017

Dem Frühling zu wir streben -  ZST

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aus «Lohengrin» von Richard Wagner

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