Villa Krämerstein Horw soll vermietet werden

Villa Krämerstein

Villa Krämerstein

Villa Krämerstein. Bild ZVG Haus Krämerstein

Die berühmte Villa Krämerstein in Horw direkt am See soll vermietet werden. Doch der neue Mieter braucht ein dickes Portemonnaie.

Die Gemeinde Horw hat den Immobilienmakler Engel & Völkers beauftragt, die Villa Krämerstein und das Pförtnerhaus in Kastanienbaum zu vermieten. Die Miete für die beiden Objekte beträgt pro Jahr 220'000 Franken, hinzu kommen die Nebenkosten, die auf etwa 25'000 Franken geschätzt werden. Macht brutto 245'00 Franken oder monatlich 20'000 Franken.

Als Wunschmieter stellt sich die Gemeinde Horw etwa eine Stiftung vor: «Wünschenswert wäre etwa eine Organisation, die es möglich machen würde, kulturelle Veranstaltungen in der Villa durchzuführen», sagt Gemeinderat Robert Odermatt (SVP). Denkbar als Mieter wäre aber auch ein Unternehmen, das die Villa als Konzernsitz nutzen möchte.

Villa wird vor der Vermietung zum Schulhaus

Überhaupt nicht in Frage kämen hingegen zwielichtige Firmen oder Privatpersonen. Wenn ein passender Mieter gefunden ist, muss er sich noch etwas in Geduld üben, weil die Liegenschaft frühstens im Winter 2019/2020 bezogen werden kann. Der Grund ist, dass die Villa saniert werden muss. Dafür rechnet die Gemeinde Horw mit Kosten in der Höhe von etwa drei Millionen Franken, wie die «Zentralschweiz am Sonntag» berichtete. Ausserdem wird die Villa Krämerstein vor dem Einzug neuer Mieter auch noch das wohl luxuriöseste Schulhaus der Schweiz: Auf das neue Schuljahr hin werden Primarschüler in der Villa unterrichtet, weil das Schulhaus Kastanienbaum saniert wird.

Das Areal der Villa direkt am See beträgt knapp 39'000 Quadratmeter. Die Gemeinde Horw will auch nach einer Vermietung der Öffentlichkeit den Zugang zum Gelände weiterhin ermöglichen. Auch wenn die Villa und das Pförtnerhaus vermietet wird, bleibt der Gemeinde Horw auf einem Defizit von etwa 150'000 Franken sitzen. Diese Kosten verschlingt die ganze Parkanlage mit Pflege der Baumallee, des angrenzenden Waldes und des Ufers. Trotzdem blickt Odermatt positiv in die Zukunft: «Wir sind überzeugt, dass es für die Gemeinde eine sehr gute Lösung geben wird.»

Quelle: 20Minuten

30.4.2018

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