Was hilft gegen den Stadtluzerner Stau?

Am 15. November stimmt die Stadt Luzern über die SVP-Initiative «für flüssigen Verkehr» ab. Diese wehrt sich gegen die Bevorzugung des öffentlichen Verkehrs - unterstützt von der FDP. Doch CVP, SP, Grüne und Grünliberale halten die Initiative für untauglich, um das Luzerner Verkehrsproblem zu lösen.

Das Problem ist bekannt: In den Stosszeiten kommt es im Zentrum der Stadt Luzern regelmässig zu Stau. Damit es nicht noch schlimmer wird, richtet sich die Politik zurzeit nach dem Mobilitätsreglement, welches das Luzerner Stimmvolk vor fünf Jahren angenommen hat. Dort ist festgehalten, dass der öffentliche Verkehr «konsequent priorisiert» wird.

Nicht nur öffentlichen Verkehr bevorzugen

Die SVP will dieses Reglement mit ihrer Initiative nun ändern. Der öffentliche Verkehr soll nur «soweit wie möglich» bevorzugt werden. Es könne nicht sein, dass der Autoverkehr nicht mehr zunehmen darf, sagt der Präsident der Stadtluzerner SVP, Peter With: «In Littau und Reussbühl werden zurzeit hunderte von Wohnungen gebaut. Dort muss auch der Autoverkehr Platz haben.»

Für die Gegner der Initiative hingegen ist klar: Mehr Verkehr kann die Stadt nicht schlucken. Es sei klar, dass künftig noch mehr Leute unterwegs sein möchten, sagt Roger Sonderegger (CVP): «Aber das geht eben nicht, wenn jeder alleine im Auto unterwegs ist. Möglichst viele Leute müssen andere Verkehrsmittel benützen - Velo oder Bus.»

6.11.2015

ZST Zentralschweizer Tafelrunde

Bild ZST Zentralschweizer Tafelrunde