Wenn Schüler in die Rolle des Lehrers schlüpfen

Die Schülerlehrer Livio (links) und Moritz während ihrem Unterricht

Immensee - Gymnasium

Immensee - Gymnasium

Bild ZVG

Kürzlich durften Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Immensee während einer Lektion in die Lehrerrolle schlüpfen.

9:25 Uhr, Mathematikunterricht der Klasse 4b: Das Thema Trigonometrie wird bekanntlich nicht freudig erwartet. Ausser heute: Der Fünftklässler Alessandro steht anstelle von Lehrer Simon Bachmann an der Tafel und wird durch die nächsten 70 Minuten leiten. Nach der gemeinsamen Hausaufgabenbesprechung mit dem 17-Jährigen müssen die Viertklässlerinnen und Viertklässler selbstständig Aufgaben lösen und in Kleingruppen durch Winkelmessung die Höhe einer Türe ermitteln. Alessandro ist in der Doppelfunktion als Instruktor und Fragenbeantworter beschäftigt.

Dass es überhaupt zu dieser Art von Unterricht kommen konnte, ist der Initiative des Schulparlaments zu verdanken. Diese soll den Schülern einen Einblick in den Lehrerberuf ermöglichen, eine Übungsgelegenheit für das Sprechen vor Publikum bieten, und den Respekt vor dem Lehrerberuf festigen. Wie wichtig zum Beispiel eine zeitgerechte Vorbereitung ist, merken die Zweitklässler Livio und Moritz. Sie behandeln mit den Erstklässlern die Französische Revolution. Ursprünglich wollten sie einen Film thematisieren, diesen hatte die Klasse aber bereits gesehen. So konfrontieren sie die Schülerinnen und Schüler mit einem Probetest und bereiteten sie so ideal auf die kommende Prüfung vor. Zum Schluss der Lektion sind Livio und Moritz zufrieden. Sie finden, die unruhige Klasse relativ gut unter Kontrolle gehabt zu haben. Sie möchten auch nächstes Jahr wieder dabei sein und werden die planungstechnischen Tipps sicher mitnehmen.

Auch bei Alessandro neigt sich die Lektion dem Ende zu. Noch werden die Gewinner der Türlängenermittlung verkündet, dann ist die Herausforderung gemeistert. Während sich die Klasse der Abwechslung wegen gefreut hat, ist auch Alessandro mit seiner Unterrichtslektion mehrheitlich zufrieden: «Ein wenig chaotisch, aber das muss so sein.»

22.2.2018

ZST Zentralschweizer Tafelrunde

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