Winteruniversiade ist Riesen-Sportanlass für die Zentralschweiz

Die Winteruniversiade ist der zweitgrösste Wintersport-Event der Welt. Die Zentralschweiz rechnet fest damit, dass man den Zuschlag dafür bekommt.

Das Bewerbungskomitee für die Austragung der Winteruniversiade 2021 in der Zentralschweiz hat am Freitag seine Kandidatur vorgestellt. Mit der Austragung hofft es auf einen Werbeeffekt im In- und Ausland für die Region. Erwartet würden Impulse für das lokale Gewerbe, die Tourismusregionen sowie den Kultur- und den noch jungen Hochschulstandort Zentralschweiz. Eine Studie der Hochschule Luzern geht davon aus, dass der 33,5-Millionen-Franken-Anlass eine rund doppelt so grosse Brutto-Wertschöpfung generiert, also gegen 70 Millionen Franken.

An den alle zwei Jahre stattfindenden Studentensportspielen nehmen gegen 1600 Athleten zwischen 17 und 28 sowie fast ebenso viele Betreuer und Offizielle aus 50 Nationen und 540 Bildungsstätten teil. Die Winteruniversiade mit über 1000 freiwilligen Helfern gilt nach den Olympischen Spielen als zweitgrösster Multi-Sportanlass im Winter.

Die Austragung in fünf Jahren in der Zentralschweiz gilt als so gut wie sicher. Weitere Kandidaturen gebe es keine, sagte Guido Graf, Luzerner Regierungsrat und Präsident des Trägervereins «Winteruniversiade Luzern-Zentralschweiz 2021», am Freitag an einer Medienkonferenz in Luzern. Offiziell entschieden wird am 5. März in Brüssel.

Motto: «Willkommen zu Hause»

Die Innerschweizer Kandidatur steht unter dem Motto «Welcome home». Die Zentralschweiz sei die Wiege der Eidgenossenschaft und zugleich eine Geburtsstätte des Wintersports, sagte Trägervereins-Präsident Guido Graf weiter. Man freue sich daher auf die Rolle als Gastgeber.

Hinter der Universiade-Kandidatur stehen alle sechs Zentralschweizer Kantone sowie die Stadt Luzern als Host-City. Wettkämpfe finden überall ausser in Nidwalden statt. Insgesamt stehen elf Sportarten auf dem vorläufigen Wettkampfprogramm. Als Austragungsorte sind vorgesehen: Andermatt/Realp UR (Biathlon), Einsiedeln SZ (Skilanglauf), Engelberg OW (Curling, Freestyle Skiing, Snowboard), Luzern (Eiskunstlaufen, Short Track Speed Skating), Stoos SZ (Ski Alpin), Sursee LU (Eishockey Frauen), Zug (Eishockey Männer und Frauen). Die Eröffnungs- und Schlusszeremonien sollen in Luzern stattfinden.

Kosten von 33,5 Millionen Franken

Die Kosten für die Durchführung werden auf total rund 33,5 Millionen Franken geschätzt. Je rund die Hälfte davon sollen vom Bund und den Kantonen finanziert werden. Hinzu kommen Gelder von Teilnehmern, Sponsoren und Spendern. Die Spiele könnten günstig und nachhaltig durchgeführt werden, da kein bis nur wenig Geld in neue Infrastruktur oder Unterkünfte gesteckt werden müsse.

31.1.2016

ZST Zentralschweizer Tafelrunde

Bild ZST Zentralschweizer Tafelrunde