Youth Exchanges without Borders - Übergangslösung für Erasmus plus

Im Nachgang an die Abstimmung über die Zuwanderungsinitiative anfangs 2014 ergriff die Europäische Union Retorsionsmassnahmen gegen die Schweiz und schloss sie vom Bildungsprogramm Erasmus+ aus. Neben den Studentenaustauschen waren davon auch die internationalen Austauschaktivitäten von ausserschulischen Jugendorganisationen betroffen.

Seit 2014 stellt der Bund mit der Schweizer Übergangslösung zu Erasmus+ neue Fördermittel zur Verfügung. Die Stiftung Movetia wickelt dabei im Auftrag der Eidgenossenschaft die Umsetzung ab.

Planungsaktivitäten in Luzern

Die Einladung der ausländischen Gäste in die Zentralschweiz bot eine einmalige Gelegenheit, diese über die neuen Teilnahmemöglichkeiten von Schweizer Jugendgruppen in internationalen Jugendbegegnungen zu informieren. Daneben nutzten die Mitglieder des Vereins Youth Exchanges without Borders auch die Möglichkeit, den Grundstein für neue Projekte zu legen. So plant der Verein beispielsweise im Sommer 2019 eine Jugendbegegnung in Armenien zum Thema Jugendpartizipation.

Methodikausbildung in Emmen

Neben der Planung von neuen Projekten stand auch die Qualitätssicherung in der Jugendarbeit im Zentrum der Aktivitäten. Einerseits erhielten die teilnehmenden Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Jugendorganisationen eine Plattform zum Austausch von Erfahrungen und Praxistipps. Andererseits lernten sie die das Konzept von projektbezogenen Besuchen kennen. Dabei simulierten sie eine internationale Jugendbegegnung zu einem umweltbezogenen Thema. Sie verglichen die Situation hinsichtlich der Wasserversorgung- und Abwasserentsorgung in den verschiedenen, beteiligten Ländern. Als Höhepunkt besichtigten sie schlussendlich die ARA Buholz in Emmen und erhielten so einen Einblick in die hiesige Entsorgungsinfrastruktur und Kultur.

16.11.2018

Ich Du Wir

I'll just end up walkin' in the cold November rain (Guns n' Roses)