Zahlbare Wohnungen im Maihofquartier

Am Ende ihrer Lebenszeit und energetisch nicht mehr zeitgemäss – das sind zwölf der 20 Mehrfamilienhäuser an der Libellenstrasse. Die Wohnbaugenossenschaft Luzern plant deshalb 241 neue Wohnungen zu realisieren.

Die neben der ABL und anderen Wohnbaugenossenschaften eher unbekannte Wohnbaugenossenschaft Luzern besitzt im Quartier Maihof an der Libellenstrasse und am Jugiweg 20 Häuser mit insgesamt 238 Wohnungen. Diese wurden zwischen 1929-1935 von Gewerbefamilien aus der Stadt Luzern für ihre Mitarbeitenden erbaut. Die Wohnungen wurden zwar laufend unterhalten, dennoch sind sie nun an einen Punkt gelangt, wo sie den heutigen Standards bezüglich Wohnungsgrösse, Ausrüstung und Energieverbrauch nicht mehr entsprechen. Mit dem Ziel ein attraktives und nachhaltiges Angebot an günstigem Wohnraum, vor allem für Familien, zu schaffen, hat die gemeinnützige Wohnbaugenossenschaft Luzern ein Erneuerungsprojekt in Angriff genommen.

Attraktive Aussenräume

Beim anonym durchgeführten Wettbewerb überzeugte das Architektenteam Loeliger Strub aus Zürich. Dies vor allem, weil sie die attraktiven Aussenräume, die Gärten und den Hof, besser in die Siedlung integrieren, bestehende Elemente aufnehmen und weiterentwickeln und dadurch grosszügige und vielfältige Freiräume schaffen, die den Charakter und die Stimmung des Quartiers wiedergeben.

In die Zukunft gedacht

Auch energetisch bringt das Projekt «Doppelachter» von Architekt Marc Loeliger die Häuser auf den neuesten Stand. Sämtliche Neubauten sollen mit einer autonomen Erdsondenwärmepumpe sowie einer Photovoltaikanlage ausgestattet werden. Bezüglich Parkmöglichkeiten für Autos denkt Andy Bucher, Projektdelegierter, fortschrittlich: «Pro Wohneinheit sind lediglich 0,5 Autos vorgesehen. Zusätzlich soll es Parkplätze für Mobility-Fahrzeuge geben». Der Trend bewege sich ohnehin weg vom Prinzip 'Owing' hin zu 'Sharing', so Bucher.

Baustart frühestens ab Herbst 2019

Die Projektverantwortlichen rechnen mit Investitionen von rund 120 Millionen Franken. Die Realisierung erfolgt in drei bis vier Etappen in einem Zeitraum von insgesamt sieben bis neun Jahre. «Im optimalen Fall können wir eine erste Etappe im Herbst 2019 in Angriff nehmen», sagt Andy Bucher. Und was bedeutet die Erneuerung für die bestehende Mieterschaft? Moritz Meyer, Vorstandsmitglied und Immobilienspezialist erklärt: «Die Mieterschaft weiss seit geraumer Zeit, dass eine Erneuerung der Liegenschaft ansteht. Dank dem etappierten Bauprozess können für langjährige Bewohner Anschlusslösungen innerhalb der Wohnbaugenossenschaft angeboten werden.» Zu den Preisen sagt Meyer: «Im Sinne der Wohnbaugenossenschaft soll der zukünftige Mietzins zwar angepasst, aber im Marktvergleich nach wie vor moderat bleiben». Eine 4-Zimmerwohnung soll für 2'000 Franken angeboten werden.

Insgesamt leistet das Erneuerungsprojekt an Libellenstrasse einen wichtigen Beitrag für günstigen Wohnungsraum in der Stadt Luzern.

Quelle: Luzerner Rundschau

23.10.2017

ZST Zentralschweizer Tafelrunde

Bild ZST Zentralschweizer Tafelrunde