Zentralschweizer Carrosserieverband jubiliert

VSCI Zentralschweiz

VSCI Zentralschweiz

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Nach 11 Jahren als Präsident übergibt Reto Zemp (rechts) das Ruder des VSCI Zentralschweiz an Thomas Jauch. Bild ZVG apimedia

Der Zentralschweizer Carrosserieverband feiert Jubiläum, wählt Thomas Jauch zum neuen Präsidenten und kürt den abtretenden Reto Zemp zum Ehrenmitglied.

Der Zentralschweizer Carrosserieverband (VSCI), der dieses Jahr sein 75-jähriges Bestehen feiert, steht seit Donnerstag, dem 19. April 2018, unter neuer Flagge. Reto Zemp reichte auf die GV in Luzern seine Demission ein. Der 54-jährige Schüpfheimer war 1999 als Beisitzer in den Vorstand eingetreten und wurde 2007 zum Präsidenten gewählt. Grosse Verdienste erwarb Zemp im Zusammenhang mit der Erweiterung des Kurszentrums in Ebikon und damit der Festigung des Ausbildungs­standortes Zentralschweiz. Für sein Engagement kürte ihn die Versammlung zum Ehrenmitglied. Zum Nachfolger wurde Thomas Jauch von der Carrosserie Luzern AG gewählt. Nach acht Jahren trat auch Philipp Mathis, Inhaber der Carrosserie Müller in Udligenswil, aus dem Vorstand aus. Die übrigen Vorstandsmitglieder wurden in globo für drei Jahre in ihren Ämtern bestätigt. Zum Ehrenmitglied gewählt wurde zudem Toni Bucher (62), der während 32 Jahren als Berufsfachschullehrer und zuletzt als Fachbereichsleiter am BBZB tätig war. An seine Stelle tritt Peter Bucheli, bisheriger Berufsfachschullehrer Fahrzeugbau. Und auch im Ausbildungszentrum in Ebikon kommt es zu einer Rochade: Ramon Märki, üK-Leiter der Carrossiers Spenglerei, engagiert sich künftig als Berufsfach­schullehrer und wird durch Lukas Gisler von der Geser Fahrzeugbau AG in Rothenburg ersetzt.

Kampf um guten Nachwuchs

Was dem VSCI Zentralschweiz – wie vielen handwerklichen Verbänden – derzeit zu schaffen macht, ist der Kampf um guten Nachwuchs. Immer weniger Jugendliche wollen einen Beruf im Carrosseriegewerbe erlernen. Das zeigt sich zum Beispiel im Rückgang der Prüfungsabsolventen. Nahmen letzten Sommer noch 101 junge Frauen und Männer am Qualifikationsverfahren teil, werden es diesen Sommer noch deren 80 sein und ein Jahr später 67. Folglich nimmt auch die Zahl der Berufsfachschulklassen ab. Es gibt aber einen rosa Schimmer am Horizont: Laut Jürg Zurkirchen, Präsident der GV-Kommission, ist schon bald wieder mit geburtenstärkeren Jahrgängen zu rechnen. Geehrt wurden auch die erfolgreichen Absolventen einer Weiterbildung. Nusret Alibabic und Saban Filekovic (beide Luzern), Sandro Villiger (Horw) und Bajram Rekaj (Emmenbrücke) sind neu Werkstattkoordinatoren, Marcel Bünter (Luzern) darf sich Carrosseriewerkstattleiter FA Fachrichtung Spenglerei nennen und Paulo Marques (Luzern) Carrosseriemeister im Bereich Spenglerei.

Neuer Name ab 2019

Die Grüsse vom Schweizerischen Verband überbrachte Geschäftsführer Thomas Rentsch. Er gratulierte der Zentralschweizer Sektion zu ihrem 75-Jahr-Jubiläum, lobte Vorstand und Mitglieder für ihre Dynamik und ihr erfolgreiches Schaffen, was sich insbesondere in den regelmässigen SM- und WM-Teilnahmen widerspiegle. Zu guter Letzt kündigte er für 2019 einen Namenwechsel an: Aus dem VSCI und dem Westschweizer FCR wird neu «carrosserie suisse». Ein Entscheid, der dem Ansehen des Verbandes und der einzelnen Berufe förderlich sein dürfte und deshalb bei den Anwesenden auf viel Wohlwollen stiess.

24.4.2018

Frühling in der Zentralschweiz

Frühling in der Zentralschweiz

Bild ZST Zentralschweizer Tafelrunde