iHomeLab der Hochschule Luzern jubiliert

iHomeLab

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Im «iHomeLab» wird erforscht, welche technischen Hilfsmittel älteren Menschen dabei helfen, möglichst lange selbstbestimmt daheim zu leben. Bild ZVG

Das «iHomeLab» der Hochschule Luzern – Technik & Architektur in Horw ist eine nationale Forschungs- und Netzwerk-Plattform mit regionalen und internationalen Partnern. Mit über 300 Veranstaltungen und rund 4’000 Besucherinnen und Besuchern pro Jahr ist das «iHomeLab» zudem eine intensiv genutzte Event- und Netzwerkplattform. Im November 2018 feierte es sein 10-Jahr-Jubiläum.

Es gibt unzählige Wege, wie die Technik das Leben erleichtern könnte: Vom Licht über die Musik, bis zum Kochherd und Auto, liesse sich alles vernetzen, mit dem Ziel, das Leben zu vereinfachen. Dennoch haben sich viele der entwickelten Angebote nicht durchgesetzt. Dr. Andrew Paice, der Leiter des iHomeLabs, ist überzeugt: «Durchsetzen wird sich nur, was echten Bedürfnissen entspricht. Was aber machbar, brauchbar und nachhaltig ist, lässt sich oft nicht im Voraus abschätzen. Darum erforschen wir am iHomeLab mögliche Lösungen und machen diese erlebbar. So können wir heute herausfinden, mit welchen Technologien die Menschen morgen leben möchten.»

Ein wichtiges Beispiel ist der Einsatz von Technik, die es älteren Menschen ermöglichen soll, möglichst lange selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden zu leben. «Active Assisted Living» (AAL) heisst dieses Forschungsgebiet. Im «iHomeLab» steht Anna für dieses Forschungsgebiet. An ihrem Beispiel lässt sich gut zeigen, wie Technik in Form des virtuellen Butlers James helfen kann, die Betreuung sicherzustellen, auch wenn die Kinder weit weg leben.

In derzeit 15 laufenden Forschungsprojekten entwickeln die Ingenieure am iHomeLab zum Beispiel ein einfaches Kommunikationssystem für ältere Menschen, das ihnen erlaubt, moderne Kommunikationskanäle wie «Instant Messaging» oder E-Mail auf vereinfachte Weise zu nutzen. Das persönliche Assistenzsystem «HANNA» für Menschen mit Demenz und deren Angehörigen erkennt Situationen selbstständig, bietet situativ einfache Kommunikationsfunktionen zu den Angehörigen an, interagiert selbst aktiv mit der dementen Person und passt seine Bedienoberfläche und das Verhalten dem Krankheitsverlauf automatisch an.

Ein weiteres Schwerpunktthema der Forschung im «iHomeLab» ist das so genannte «Smart Energy Management», das der Frage nachgeht, wie sich dank Gebäudeintelligenz Energie sparen lässt. Zum einen werden gewisse Funktionen, wie Heizen und Kühlen, automatisiert auf das Verhalten von Nutzerinnen und Nutzer abgestimmt. Zum anderen soll im elektrischen Bereich der Energieverbrauch sichtbar werden. So können Stromfresser aufgezeigt und alle nicht genutzten Geräte per Knopfdruck ausgeschaltet werden. Ohne bauliche Massnahmen, allein durch automatisierte Regulierung und durch Sensibilisierung der Nutzer für Energieschleudern (vom Stand-by bis zum offenen Fenster), liesse sich bis zu 25 Prozent Energie sparen.

Gebäudeintelligenz beruht auf Daten. Dies wirft auch viele Fragen auf: Wer sammelt welche Informationen? Wer hat Zugang dazu? Wie können wir uns vergewissern, dass wir und unsere Persönlichkeitssphäre sicher sind? Das «iHomeLab» bringt seinen Besucherinnen und Besuchern auch dieses Thema auf nachvollziehbare Weise näher und zeigt auf, an welchen Lösungen die 25 Informatik- und Elektroingenieure unter der Leitung von Dr. Andrew Paice arbeiten, damit die Vorteile von Gebäudeintelligenz genützt werden können, ohne dass man die persönlichen Daten freigeben muss.

6.12.2018

Advent, Advent, dein Handy brennt! Erst die Antenne, dann die Tasten und zum Schluss der ganze Kasten!

Zeit, an diejenigen zu denken, die für jeden Brotkrümel dankbar sind.