Innovative Kräuterschublade aus der Zentralschweiz

Kräuterschublade AMART Küche und Raum

Kräuterschublade AMART Küche und Raum

Ein Kräutergarten in der Küche? Das soll es bald geben. Entwickelt hat die Kräuterschublade die Küchenbaufirma Amart in Ibach. Bild ZVG Marcel Fässler Muotathal

Weil sie nicht das kriegen, was sie bekommen sollten, gehen Kräuterpflanzen auf dem Balkon oft ein. Eine Schwyzer Firma will geplagten Köchen nun zu Hilfe eilen.

Markus Holdener und Alexander Nigg von der Küchenbaufirma Amart in Ibach SZ wollten eigentlich nur einen Hingucker für eine Gewerbeausstellung kreieren. Inzwischen ist es aber kein Gag mehr, sondern eine patentierte Geschäftsidee. Das Küchengerät soll jederzeit Zugriff auf frische Kräuter ermöglichen. Dabei handelt es sich um eine fix in der Küche installierte Kräuterschublade.

Licht, Wasser, Luft und Temperatur werden geregelt

«Auch wer keinen Garten hat, hält sich gerne Küchenkräuter. Die meisten haben aber auch schon negative Erfahrungen damit gemacht, Basilikum und Co. auf dem Fensterbrett oder dem Balkon zu ziehen», sagt Markus Holdener zum «Bote der Urschweiz». «Oft gehen die Pflanzen ein, weil sie nicht bekommen, was sie brauchen», so Holdener weiter.

Die Schublade, genannt «Amart Plant», soll den Küchenkräutern optimale Bedingungen bieten: So soll man mit dem Gerät die Bewässerung der Pflanzen sowie die Umgebungstemperatur regulieren können. Zudem wird im Gerät mit Licht die Tages- und Nachtzeit simuliert – Sonnenaufgang und Untergang werden nachgeahmt – und die Pflanzen werden belüftet.

Kosten von rund 1000 Franken

Kräuterschublade AMART Küche und Raum

Kräuterschublade AMART Küche und Raum

Mit dem Gerät lassen sich laut den Entwicklern Temperatur, Bewässerung, Belüftung und Beleuchtung regulieren. Bild ZVG Marcel Fässler Muotathal

Das Interesse für eine solche Küchenschublade scheint da zu sein: «Überall, wo wir es präsentieren, sind die Leute begeistert. Seien es Kunden, Partner oder potenzielle Investoren.» Mit der Idee sind nun auch bis ins Finale der Swiss Innovation Challenge gekommen. An diesem Wettbewerb für innovative Startup-Ideen wurden über 100 Ideen eingereicht – nur 30 schafften es in die Finalrunde.

Den Patentantrag hatten die beiden Geschäftsführer Holdener und Alexander Nigg bereits 2014 gestellt, die Genehmigung gabs aber erst Ende 2017. Holdener: «Nun wollen wir vorwärts schaffen.» Man habe Kontakt zu möglichen Produzenten aufgenommen. «Wir brauchen einen grossen, internationalen Partner im Bereich Apparatebau mit dem nötigen Know-how und den finanziellen Möglichkeiten, damit wir den europäischen Markt erschliessen können.» Verhandlungen seien nun im Gang. Der Preis für eine solche Schublade soll bei rund 1000 Franken liegen. Bis das Gerät auf den Markt kommt, soll es noch mindestens eineinhalb Jahre dauern.

Quelle: 20Minuten / Bote der Urschweiz

8.11.2019

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I'll just end up walkin' in the cold November rain (Guns n' Roses)