Die Flaumbabies vom Tanganijkasee im Tiergarten Schönbrunn

Die Flaumbabies von Wien

  • Flamingo-Küken Tiergarten Schönbrunn Wien
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A kleiner Pinguin, watschelt Richtung Süden, und jeder fragt ihn, den er trifft, was er dort will. «Ich will wissen, wie küssen die Flamingos», und alle greifen sich am Kopf: «Gott bist Du dumm, die Hitze da unten bringt dich um!» Das ist ihm wurscht, da – er kann's selber gar nicht glauben,– ist er in Afrika am Tanganjikasee, und unser Pinguin, der geht sofort auf Brautschau, auf elegant, a bisserl gelackt in sein Frack, sonst nackt. So steht's geschrieben im Liedtext des grossen österreichischen Liedermachers und Schauspielers Ludwig Hirsch, der im Jahr 2011 leider viel zu früh verstarb. So konnte Ludwig Hirsch nicht mehr erleben, dass sein kleiner schwarzer Pinguin gar nicht hätte an den Tanganijkasee auf Brautschau watscheln müssen. Ein kurzer Spaziergang in den Tiergarten Schönbrunn in Wien würde heute genügen. Dann wär' unserem kleinen Freund im Frack auch das bittere Ende erspart geblieben. Aber darauf kommen wir später noch.

Ob auf Handtaschen, Kaffeetassen oder Servietten: Flamingos sind derzeit die absoluten Trendtiere. In echt kann man sie im Tiergarten Schönbrunn sehen – und nun gibt es sogar Nachwuchs bei den bildhübschen Vögeln. «Wir können uns heuer über zehn Küken bei unseren Rosa Flamingos freuen. Die ersten Küken sind Mitte September geschlüpft, die jüngsten erst vor einigen Tagen und so können die Besucher des Tiergartens Schönbrunn Flamingo-Küken in allen Grössen bewundern», berichtet Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Das prächtige Gefieder lässt allerdings eine Zeit lang auf sich warten. Noch tragen die Flaumbabies ein graues Dunenkleid. Erst im Alter von drei Jahren machen Rosa Flamingos ihrem Namen alle Ehre.

In den ersten Monaten werden die Küken von ihren Eltern mit der sogenannten Kropfmilch ernährt, einer fett- und eiweissreichen Absonderung aus Drüsen in der Speiseröhre. Später filtern sie mit ihrem siebartigen Schnabel Nahrung aus dem Wasser. «Im Freiland sorgen Farbstoffe aus Krebsen für das rosafarbene Federkleid. Bei uns bekommen sie Futter, dem natürliche Farbstoffe beigemengt sind», erklärt Tierpflegerin Jenny Bukowski. Sie hat immer ein Auge auf die Küken, die allerdings gut versorgt sind. «Sobald die Küken das Nest verlassen, werden sie von den erwachsenen Vögeln gemeinsam in einer Art Kindergarten betreut. Auch wenn für uns alle gleich aussehen, erkennen die Eltern ihr Jungtier in der Gruppe natürlich sofort.»

Mein Gott nehmt's es ihm ned krumm, 's is halt die Sehnsucht nach der Sunn. «Na, du kleiner schwarz - weisser Schlingel,» gurrt ihm plötzlich jemand ins Ohr.«Wie heisst Du denn, ich heiss Flam Inge.» Mein Gott, wie oft hat er's im Traum daheim scho g'sehen, in ihrem rosaroten Negligé! Kinder, zwei so verrückte Vögel hat man am Tanganjikastrand noch nie gesehen, aber leider mitten drinn im schönsten Schnäbeln, trifft ihn der Schlag, von der Sunn, und er fallt um! Bum! Mein Gott nehmt's es ihm ned krumm, 's war die Sehnsucht nach der Sunn.

Ach, wär' unser kleiner Freund doch nur im Tiergarten Schönbrunn geblieben statt an den Tanganijkasee zu watscheln. Doch sein Herzl hat klopft wie wild vor Sehnsucht und in Wien hat d'Sunn net gschien'.

Quelle: Tiergarten Schönbrunn Wien

Bearbeitung: LUZART Medien

Bilder ZVG: Norbert Potensky / Tiergarten Schönbrunn Wien

Video ZVG: Tiergarten Schönbrunn Wien

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